Maria Jerchel/Jens Peter Kutz: Frankfurt - Wie im Film. Ein Stadtporträt in 99 Kinofilmen. 220 Seiten, 99 Abbildungen, 2 Karten. Hardcover.
Cocon-Verlag, Hanau 2018. 16,80 Euro.

ISBN 978-3-86314-368-8
button blick
button bestellen


!! AUSSTELLUNG !!

5.10.2018
bis
6.1.2019

im
Deutschen Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt a.M.

logo dfm rot
Ein Stadtverführer (hr2)

Das ist höchst überraschend und unterhaltsam, einfach großes Kino.
  (F.A.Z.)

Eine Hommage an das ganz große Kino. (FNP)

DIE BEARBEITUNG

Die Essenz unseres Buchprojekts liegt in der Glaubwürdigkeit der Fotos, sprich: in der Ähnlichkeit zwischen den Fotos von Frankfurter Locations und den korrespondierenden Filmszenen. Alles steht und fällt mit der Qualität der Abbildungen. Sieht das einzelne Foto dem Film zum Verwechseln ähnlich aus, so dass es direkt aus der jeweiligen Produktion entsprungen zu sein scheint? Und werden das die Leserinnen und Leser auch so sehen, oder ist es nur eine von uns behauptete Ähnlichkeit...?

Zu diesem Zweck wurden die Fotos am PC mit Bildbearbeitungssoftware bearbeitet - mal mehr, mal weniger. Mit viel Liebe zum Detail haben wir getan, was nötig schien, um die realen, fotografierten Frankfurter Orte in die künstlichen Welten der Filme, die diegetischen Welten des Kinos zu verwandeln. Wir haben uns hierbei gängigen kinematografischen Methoden angenähert, in Form von Blue-Screen-Montagen, Farbveränderungen, Retuschen, CGI-Manipulationen.

Welten aus Licht

"Manipulation" - das klingt wie ein Vorwurf? Mitnichten! Es ist ein Handwerk, das dem Kino zutiefst zu eigen ist, dieser Kunstform, die aus Licht ganze Welten erschafft. Ein Handwerk mit Tradition, von den Experimenten eines Filmpioniers wie Georges Méliès (1861-1938) bis zur oscargekrönten Effektfirma Pixomondo (einem Frankfurter Unternehmen übrigens).

Zur Bearbeitung der Fotos wurden hauptsächlich die Programme Adobe Lightroom, Adobe Photoshop, Alien Skin Exposure, Color Efex Pro und Silver Efex Pro verwendet. Diese Programme waren Mittel zum Zweck: Es ging darum, den spezifischen Filmlook - nachdem er bei der Filmsichtung identifiziert und seine Eigenschaften in die Tabelle eingetragen wurden - auf das Foto zu übertragen. Körniges Schwarzweiß, farbenfrohes Technicolor, gestochen scharfer CGI-Look... Es gibt eine mannigfache Vielfalt an Erscheinungsformen von Kinofilmen, die man sich als Rezipient vielleicht erst so richtig vergegenwärtigt, wenn man seine Sinne dafür schärft.


Hier beispielhaft eine Übersicht über die Bearbeitungsstadien des Fotos für TRANSFORMERS - ein Foto, das verschiedene Techniken erforderte, von Retusche über Montage bis zur Lichtsetzung und Farbanpassung:
transformers 1
Das Ausgangsfoto - die im Abbruch begriffene
ehemalige Metzler-Bank.
transformers 2
Das Ausgangsfoto wird retuschiert,
störende Details werden bereinigt.
transformers 3 neu
Eine fotografierte und freigestellte handelsübliche
Transformers-Figur vom Herstel
ler © Hasbro wird hineinmontiert.
transformers 4
Staubwolken werden in das Foto hineingemalt.
transformers 5
Lichtreflexe (Lensflares) werden an den
passenden Stellen ergänzt.
transformers 6
Die Farben und die Helligkeitsverteilung/Tonwerte
werden angepasst.
transformers 7
Das Foto bekommt den finalen Bildlook.