Maria Jerchel/Jens Peter Kutz: Frankfurt - Wie im Film. Ein Stadtporträt in 99 Kinofilmen. 220 Seiten, 99 Abbildungen, 2 Karten. Hardcover.
Cocon-Verlag, Hanau 2018. 16,80 Euro.

ISBN 978-3-86314-368-8
Erscheint am
15. Februar 2018!
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... Das ist höchst überraschend und unterhaltsam, einfach großes Kino.   (F.A.Z.)

UNVERÖFFENTLICHTE FOTOS

In unserem Buch präsentieren wir 99 Fotos von Frankfurter Orten, die Filmszenen zum Verwechseln ähnlich sehen. Wir haben die - aus unserer Sicht - schönsten, faszinierendsten und stimmigsten 99 Aufnahmen ausgewählt. Wir hatten jedoch viel mehr Filmen korrespondierende Orte fotografiert, bearbeitet und beschrieben, als das Buch letztlich fassen konnte.

Einige noch unveröffentlichte Aufnahmen, die es nicht ins Buch geschafft haben, uns aber dennoch gut gefallen, werden wir an dieser Stelle zeigen. Am ersten Tag eines jeden Monats werden wir regelmäßig ein neues Bild gemeinsam mit einem kurzen Text einstellen, solange der Vorrat reicht. Also, schauen Sie gerne öfter vorbei!

INDEPENDENCE DAY

(Roland Emmerich, US 1996)
independence day
Literaturhaus (Alte Stadtbibliothek)
Der deutschstämmige Starregisseur Roland Emmerich gilt als der "Master of Desaster" Hollywoods. Häuser, Städte, Länder, Kontinente - nichts ist vor seinem Zerstörungsfuror sicher. Angefangen hat alles 1996 mit INDEPENDENCE DAY, mittlerweile ein moderner Klassiker unter den Katastrophenfilmen. Spektakulär, wie das Weiße Haus in Washington von den außerirdischen Invasoren weggesprengt wird. Die Revanche des Hausherrn folgt auf dem Fuß: Gemeinsam mit einer zu allem entschlossenen Gruppe bezwingt er die Aggressoren und rettet die Welt. Eine andere Zeit, als US-Präsidenten noch als Helden taugten...

Einer anderen Zeit entstammt auch die alte Frankfurter Stadtbibliothek unweit des Mainufers. Ein klassizistischer Bau, 1820 errichtet, übrigens fast zeitgleich mit dem ebenfalls klassizistischen Weißen Haus. Auch die Alte Stadtbibliothek wurde zerstört, nicht im Film, sondern in der brutalen Wirklichkeit des Zweiten Weltkriegs. Nach 1945 blieben für eine lange Zeit lediglich die Reste des säulengeschmückten Eingangsportals als Mahnmal stehen. Ab 1987 richtete man an dieser Stelle den "Portikus" ein, eine kleine Ausstellungshalle für moderne Kunst. 2003 rekonstruierte der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler das Gebäude der Stadtbibliothek, es beherbergt heute das beliebte und angesehene Literaturhaus, ein Ort für Lesungen und Gesprächsrunden. (Die Ausstellungshalle "Portikus" bezog ihr neues Domizil auf der Maininsel neben der Alten Brücke.) Die abermalige Zerstörung des schönen Gebäudes erfolgt Gottseidank dieses Mal tatsächlich nur "wie im Film" - mittels digitaler Tricktechnik.

Weiter geht's am 1. Februar mit
Helmut Käutners UNTER DEN BRÜCKEN!